Hecht

Hecht – ein weit verbreiteter Kannibale

Vorkommen und Lebensweise

Europäischer HechtDer Hecht kommt in nahezu allen Gewässern Europas vor und hat es zudem geschafft, sich einen Lebensraum in Nordamerika und Asien zu erschließen. Je nachdem, wie ideal die jeweiligen Lebensbedingungen sind, können die Tiere ein durchschnittliches Alter von circa 15 Jahren erreichen. In seltenen Fällen werden jedoch auch 30 Jahre erreicht.

Merkmale

Mit ein wenig Übung ist es vergleichsweise einfach, einen Hecht von anderen Fischarten zu unterscheiden. Die Tiere charakterisieren sich vor allem durch:

  • einen langen Körper
  • den abgeplatteten Bauch
  • vergleichsweise große Zähne
  • einen vorstehenden Unterkiefer
  • kleine Schuppen
  • eine weit nach hinten gerückte Rückenflosse

Vor allem in europäischen Gewässern existieren keine Arten, die dem Hecht zum Verwechseln ähnlich sehen würden. Vor allem anhand der Form des Kopfes und der Anordnung der Flossen lässt sich der Hecht in der Regel eindeutig einordnen.

Kannibalismus

Aufgrund der Tatsache, dass es sich beim Hecht um einen überaus gefräßigen Raubfisch handelt, gestaltet sich die Kindheit der Fische als überaus gefährlich. So wird ein sehr großer Teil der jungen Hechte kurz nach dem Schlüpfen von den größeren Hechten gefressen. Auch mit Hinblick auf größere Opfer innerhalb der eigenen Gattung existieren wenig Einschränkungen. So kann ein Hecht einen anderen Hecht, der circa 70% seiner eigenen Körpergröße misst, problemlos überwältigen. Zudem ist der Körper der Hechte auf sehr hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Jagden durch die Gewässer stellen damit, vor allem für die ausgewachsenen Tiere, kein Problem dar.

Lebensraum

Hechte sind Einzelgänger und fühlen sich in der Uferregion jedoch auch in Flüssen mit einer geringeren Fließgeschwindigkeit außerordentlich wohl. Vor allem im Zusammenhang mit einem Seerosenfeld finden die Tiere oftmals Unterschlupf und nutzen die Pflanzen entsprechend als Verstecke. Der Hecht ist ein Lauerjäger, der dort geduldig darauf wartet, dass seine Beute an ihm vorbeizieht. Ist diese in Reichweite, stößt er nach vorne. Die Fische sind extrem territorienbezogen und verteidigen ihr Revier auch gegen Eindringlinge. Die Größe dieser Fläche richtet sich unter anderem nach dem Alter der jeweiligen Tiere.

Fortpflanzung

Der Hecht beginnt in der Zeit zwischen März und April zu laichen. Bis in den Mai heftet er seine Eier an Wasserpflanzen. Auch eine Eiablage auf überfluteten Wiesen stellt keine Seltenheit dar. Schon nach circa zehn bis 30 Tagen schlüpfen die jungen Hechte. Nach wenigen Tagen begeben sie sich auf die Suche nach Nahrung und hören damit auf, sich lediglich aus dem Dottersack zu ernähren. Schon nach einem Jahr sind die „Kleinen“ 15 cm groß.

Nahrung

Der Speiseplan der Hechte ist vergleichsweise vielfältig und beinhaltet unter anderem die eigenen Artgenossen, jedoch auch Krebse und Frösche. Größere Exemplare ernähren sich sogar von kleinen Säugetieren.

Nährwerte

Hechte gehören zu den beliebtesten Speisefischen der Menschen. Er versorgt den Körper unter anderem zu einem hohen Maß mit Vitamin A, Mineralstoffen und Omega 3 Fettsäuren.

Foto: © Picture Partners – Fotolia.com

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